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Die Investition |
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Ziel dieser Investition war vor allem die Wirtschaftlichkeit d. h. die Entsorgungstarife für die Gemeinden und deren Bürger sollten möglichst niedrig gehalten werden. Am 8. Juni 1993 wurde beim Amt der Salzburger Landesregierung nach den Bestimmungen des neuen Abfallwirtschaftsgesetzes ein Projekt eingereicht. Ziel war eine gemeinsame Halle für biogene Abfälle und Restabfälle. Ingenieurbüro Vogel & Müller hatte eine neue Verfahrenstechnik entwickelt. Zuvor war eine gemeinsame Behandlung von biogenen Abfällen und Restabfällen noch nicht möglich und dadurch entstand ein wesentlich höherer Kostenaufwand. Am 19. Dezember 1994 erteilte die Behörde einen positiven Bescheid. Die auszuführenden Arbeiten wurden im Wesentlichen in zwei Bereiche geteilt und öffentlich ausgeschrieben. Den Zuschlag für die Verfahrenstechnik erhielt das Konsortium AE&E/Linz - Fa. Koch Umwelttechnik/D - Wadgassen. Als Generalunternehmer für die Hoch- und Tiefbauarbeiten wurde die Fa. ALPINE Salzburg beauftragt. Am 7. Februar 1995 gingen die Baumaschinen in Betrieb. In nur elf Monaten wurden die neuen Gebäude errichtet und die Verfahrenstechnik installiert. Am 2. Januar 1996 begann erfolgreich der Probebetrieb. 945.000 Kilogramm Bewährungsstahl und 9.200 Kubikmeter Beton wurden verbaut. Die Asphaltflächen im ZEMKA-Gelände haben das Ausmaß eines Fußballplatzes. Die vier ArbeitsprozesseZEMKA steht für EntsorgungssicherheitDer Salzburger Abfallberg hat sich in den vergangenen Jahren fast halbiert. Die "Zentrale Müllklärschlammverwertungs GmbH", kurz ZEMKA, leistet dazu Innergebirg einen wichtigen Beitrag. Durch die konsequente Abfallberatung der Bürger und Gemeinden greifen die Strategien zur Abfalltrennung. Auch die Abfallentsorgung ist bei der ZEMKA in guten Händen. So wurde der ZEMKA Abfall- und Umweltberater 2001 von einer Expertenjury zum besten Österreichs gewählt. 68 Gemeinden aus dem Pinzgau, Pongau und Lungau liefern ihren Haus-/ Restabfall und ihre biogenen Abfälle zur ZEMKA. Sperrige Abfälle, Altstoffe und Klärschlamm werden von vielen dieser Gemeinden ebenfalls zur ZEMKA angeliefert. Als einzige mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlage Österreichs entspricht sie dem Stand moderner Technik. Die ZEMKA kann ihren Kommunen deshalb langfristig Entsorgungssicherheit und faire Übernahmepreise garantieren.
Der Weg des AbfallsNach Sammlung in der jeweiligen Gemeinde wird der Abfall mittels LKW zur ZEMKA geliefert. Ein Computer misst das Gewicht des anliefernden Lkw vor und nach der Entleerung. Die Gebührenberechnung nach der Waage erfolgt automatisch. In der Sortierhalle wird mit einem Bagger der Gewerbe- und Sperrabfall sortiert. In dieser Halle befindet sich auch eine Annahmestelle für getrennt gesammelte Altstoffe, Problemstoffe und Abfälle aus Haushalten und Gewerbebetrieben. Restabfälle und Klärschlamm werden in der Kompostierungs-anlage vorbehandelt. In der Rottehalle verarbeitet die ZEMKA Bioabfälle zu Kompost und Restabfälle zu emissionsarmem Deponiegut. Ein Biofilter "wäscht" die Abluft, ehe sie an die Umwelt gelangt. Dadurch lässt sich die Geruchsbelästigung gegen Null reduzieren.
Mechanisch-biologische AbfallbehandlungDie mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlage der ZEMKA gilt als modernste Österreichs. Das Herzstück ist die Rottehalle. Dank ausgeklügelter Verfahrenstechnik können dort in zwei getrennten Spuren Bioabfälle zu Kompost und Restabfälle zu emissionsarmem Deponiegut verarbeitet werden. In der geschlossenen Rottehalle herrscht Treibhausklima: bis zu 60°
Celsius betragen die Temperaturen aufgrund des biologischen Rotteprozesses.
Der Rottevorgang dauert zehn Wochen. Bewässerung und Belüftung
schaffen den idealen Zustand für die Bakterien. Sie bauen die organischen
Substanzen rasch ab. Am Komposthügel im Garten eines Einfamilienhauses
kann sich derselbe Vorgang über Jahre erstrecken.
Die EndprodukteAm Ende eines langen Verarbeitungsprozesses von Bioabfällen steht ein wertvolles Produkt, der Kompost. Er ist vielseitig verwendbar. Seit Jahren wird Kompost aus den ZEMKA-Anlagen erfolgreich für die Begrünung von Skipisten und Straßenböschungen, bei der Rekultivierung von Deponien, im Landschaftsbau und sogar für Blumenbeete im privaten Garten eingesetzt. Die Qualität des heute erzeugten Kompostes ist mit jener vor zehn
Jahren nicht mehr zu vergleichen. Zum einen werden nur mehr "saubere"
biogene Abfälle verwendet. Zum anderen scheidet man durch das Sieben und
Sichten des Kompostes selbst kleine Hartstoffe völlig aus. Die AnlagenDer Funktion nach lässt sich das neue "Abfallwirtschaftszentrum" in folgende Bereiche gliedern:
Der EingangDort befinden sich das Pförtnerhaus und die Waage. Ein Computer misst das Gewicht des anliefernden Fahrzeuges vor und nach der Entleerung. Die Gebührenberechnung erfolgt automatisch. Geschulte ZEMKA-Mitarbeiter prüfen, ob die Angaben über die Abfallart stimmen.
Die SortierhalleIn einer neu errichteten Halle wird mit einem Bagger der Gewerbe- und Sperrabfall sortiert.
Die DirektanlieferungIn dieser Halle befindet sich auch eine Annahmestelle für getrennt gesammelte Altstoffe, Problemstoffe und Abfälle aus Haushalten und kleinen Gewerbebetrieben.
Die KompostierungsanlageDie seit 1978 bestehende Kompostierungsanlage wurde geringfügig umgebaut. Sie dient der Behandlung von Restabfällen und Klärschlamm.
Die RottehalleDank ausgeklügelter Verfahrenstechnik können darin parallel
in getrennten Bereichen Bio- und Restabfälle, einerseits zu Kompost
und andererseits zu emissionsarmen Deponiegut, verarbeitet werden. In
dieser geschlossenen Halle herrscht Treibhausklima: bis zu 60 °C betragen
die Temperaturen aufgrund des Rotteprozesses.
Der BiofilterEr "wäscht" die Abluft, ehe sie in die Umwelt gelangt. Damit lässt sich die Geruchsbelästigung gegen Null reduzieren.
Das FlugdachHier wird der fertige Kompost gesiebt und bis zum Abtransport gelagert. Auch der Grün- und Strauchschnitt wird vor der Verarbeitung hier deponiert.
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